
Sencha ist die beliebteste Sorte japanischen Grüntees. Er hat eine wunderschöne smaragdgrüne Farbe und eine feine Balance aus Süße, Umami und Bitterkeit. Heiß getrunken wirkt Sencha entspannend und belebend, während gekühlter Sencha im Sommer wunderbar erfrischend ist.
Nach der Ernte wird Sencha einem Dämpfungsprozess unterzogen, um die Oxidation zu minimieren, wodurch das Blatt konserviert wird und seinen frischen Zustand beibehält. Analysen haben gezeigt, dass diese Art des Dämpfens die meisten oxidativen Enzyme im Tee zerstört. Dadurch behält Sencha seine leuchtend grüne Farbe und seinen natürlichen Vitamingehalt, seine hohe Konzentration an Polyphenolen und seinen Reichtum an Aminosäuren.
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Verpackungsoptionen
Blatttee ist erhältlich in 85-g-Beuteln, 1-kg-Beuteln, 6-kg-Kartons und 20-kg-Kartons.
Teebeutel sind erhältlich in 2 g x 10 Beuteln und 20-kg-Kartons. -
Herstellung
Die Produktion von japanischem Grüntee lässt sich im Allgemeinen in drei Hauptphasen unterteilen. Der Prozess beginnt selbstverständlich auf dem Feld mit dem Anbau der Teepflanze. In der nächsten Phase wird das geerntete Blatt verarbeitet, zum Beispiel durch Dämpfen, um daraus Rohtee (also unraffinierten Tee) herzustellen. In der letzten Stufe wird dieser Rohtee sortiert und gemischt, um das Endprodukt zu schaffen.
Japanischer Grüntee ist das Ergebnis harter, sorgfältiger Arbeit. Wie bei jeder anderen landwirtschaftlichen Kultur ist nährstoffreicher Boden entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum. Besonders beim ökologischen Anbau ist größte Sorgfalt nötig, da ausschließlich speziell aufbereiteter, rein pflanzlicher Kompost ohne künstliche Zusätze verwendet werden darf, um eine gesunde und hochwertige Ernte zu gewährleisten.
Für bestimmte Sorten wie Gyokuro oder Matcha werden die Teefelder vor der Ernte vollständig mit Tüchern abgedeckt. Diese Beschattung schützt die Blätter vor Sonnenlicht und sorgt so für ein intensiveres Aroma und eine kräftigere grüne Farbe. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, um die empfindlichen Blätter nicht zu beschädigen.
Japans deutlich ausgeprägte vier Jahreszeiten bedeuten, dass die Erntezeit streng begrenzt ist. Der Zeitpunkt der Ernte hat einen erheblichen Einfluss auf die Qualität des Tees. Die hochwertigsten Blätter werden Anfang Mai gepflückt.Nach der Ernte folgt ein Verarbeitungsschritt, der einzigartig für japanischen Tee ist: Das Dämpfen. Während die meisten anderen Grüntees durch Pfannenrösten oxidationsgestoppt werden, bewahrt das bei Sencha angewandte Dämpfverfahren einen Großteil der natürlichen Nährstoffe der Teeblätter. Diese kritische Phase entscheidet maßgeblich über Farbe, Aroma und Geschmack des späteren Tees.
Die gedämpften Blätter werden anschließend abgekühlt, gerollt und getrocknet, um den Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren und die Lagerfähigkeit zu verbessern. In diesem Zustand spricht man vom sogenannten Aracha, also Roh- oder unraffiniertem Tee.
Früher wurde jeder Tee in Japan von Hand gerollt – eine kunstvolle Technik, die viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderte. Heute erfolgt die Verarbeitung größtenteils maschinell. Die ursprünglichen Temomi-Techniken (Handrollmethoden) bilden jedoch die Grundlage der modernen Teeverarbeitung. Dennoch kann keine Maschine die feine, präzise Arbeit erfahrener Teemeister übertreffen, die ihr Wissen und Können über Generationen hinweg verfeinert haben. Genau diese handwerkliche Qualität streben die Teemacher von Mitoku an.
Im letzten Verarbeitungsschritt wird der Rohtee gesiebt und geschnitten, die Blätter werden nach Farbe und Form sortiert und ein weiteres Mal getrocknet, um das Aroma und den Geschmack zu intensivieren.
Einer der entscheidendsten Schritte folgt nun: Das Mischen. Hier stellen erfahrene Teeverkoster aus sorgfältig ausgewählten Teeblättern feine, individuell abgestimmte Mischungen her. Das Ergebnis sind Tees mit einem vielschichtigen Aroma und einem zarten, aber klar ausgeprägten Geschmack. -
Verwendung
Für eine perfekte Tasse japanischen Tees sind vor allem vier Faktoren entscheidend: die Wasserqualität, die Wassertemperatur, das Verhältnis von Teeblättern zu Wasser und die Ziehzeit.
Wenn möglich, sollte weiches Wasser verwendet werden. Falls nur hartes Wasser zur Verfügung steht, kann es helfen, dieses über Nacht stehen zu lassen, so verflüchtigt sich der für hartes Wasser typische Chlorgeruch. Danach wird das Wasser abgekocht und über die Teeblätter gegossen, wo es je nach Sorte und gewünschtem Geschmack ziehen darf.
Je heißer das Wasser ist, desto mehr Catechine, eine Art Antioxidans, werden freigesetzt. Das Ergebnis ist ein Tee mit intensiveren Wirkstoffen, aber auch ausgeprägter Bitterkeit. Kühleres Wasser hingegen fördert die Ausschüttung von Aminosäuren und führt zu einem milderen, umami-betonten Geschmack.
Hochwertige Tees sollten idealerweise mit warmem, nicht kochendem Wasser aufgegossen werden. Zu heißes Wasser kann die feinen Geschmacksnuancen des Grüntees überdecken. Ebenso kann eine zu lange Ziehzeit den Tee dunkel und bitter machen.
Immer beliebter werden auch gekühlte Grüntees, die besonders im Sommer eine erfrischende, leicht herbe Alternative darstellen.
Sencha-Blätter können ein- bis zweimal wiederverwendet werden. Dabei sollten keine frischen Blätter zu bereits aufgebrühten gegeben werden. Stattdessen verbrauchte Blätter entsorgen, die Kanne ausspülen und neu beginnen.Loser Tee
Für 2 Tassen (ca. 300ml):- Kochendes Wasser in die Teetassen gießen und auf 70–90 abkühlen lassen.
- Einen Teelöffel (ca. 5g) Sencha-Teeblätter in eine Teekanne geben.
- Das abgekühlte Wasser (70–90°C) über die Teeblätter gießen. Etwa 1–2 Minuten ziehen lassen, dann servieren.
Teebeutel
- Einen Teebeutel in eine Tasse oder einen Becher geben und mit heißem Wasser (70–90°C) übergießen.
- 1–2 Minuten ziehen lassen – nicht länger –, anschließend warm genießen.